Am 22. Dezember gastiert das Artisjok-Theater mit dem Weihnachtsstück "Vorfreude, schönste Freude" im Capitol. Inhalt: Die kleine Emma wünscht sich einen Adventskalender, den es noch nie gegeben hat. Für Hosianna Eckström, der in einer Spielzeugfabrik arbeitet, in der alle Kinderwünsche erfüllt werden, ist das eine wahre Herausforderung.

Das Artisjok-Theater präsentiert mit seinem Stück für Kinder ab vier Jahren eine vorweihnachtliche Theatercollage mit viel Musik, in der es mehr als eine Überraschung zu erleben gibt.

Sonntag, 22. Dezember, Einlass 15:15 Uhr, Beginn 15:30 Uhr. Tageskasse (keine Reservierungen): Kinder 5 Euro, Erwachsene 8 Euro.

Wir danken unserer Sponsorin Bärbel Cegla aus Limburgerhof, die diese Veranstaltung mit einer großzügigen Spende unterstützt.

Bereits vor drei Jahren waren wir Gastgeber des Vereins SeHT Ludwigshafen e.V.; die Abkürzung steht für Selbständigkeitshilfe bei Teilleistungsschwächen und meint vor allem Betroffene von Konzentrations- und Wahrnehmungsproblemen, die meist im Krankheitsbild ADS oder ADHS zusammenkommen. Die Ludwigshafener SeHT-Vorsitzende Heidi Steinert hatte auch diesmal eine Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion organisiert. Wie drängend das Thema für viele ist, zeigten der Besucherandrang und das große Interesse an der Diskussion. Einige Besucher waren aus Frankfurt und Köln gekommen.

Der Spielfilm „Keine Zeit für Träume“ führte vor Augen, was die Diagnose ADS für eine Familie bedeutet. Die Eltern der elfjährigen Merle lehnen eine medikamentöse Behandlung ihres Kindes ab und wollen durch persönliche Förderung selbst helfen. Schließlich brechen sie zusammen, denn die Aufgabe, ständig mit einer Tochter üben zu müssen, die sich nicht konzentrieren kann, übersteigt ihre Kraft. Merle selbst besteht schließlich darauf, Tabletten zu nehmen, „damit es wieder schön ist“, sagt sie. Der Schluss des Filmes bleibt offen. Helfen die Tabletten?

In der anschließenden Podiumsdiskussion beantworteten Experten und Betroffene die Fragen von Moderator Dr. Roman Nitsch, Vorstand des Mannheimer Caritas-Verbandes. So beschrieb Christian Damian als Betroffener, wie er sich durch die Schule hangelte, um schließlich im Studium mit der Realität der Krankheit konfrontiert zu werden. Eric von Nagel berichtete, wie seine Familie den Wohnort wechseln musste, um den Ressentiments der Nachbarn gegenüber ihrer von ADS betroffenen Tochter zu entgehen.

Angesprochen wurde auch die Rolle der Schulen. Welche Schulform ist geeignet für diese Kinder? Prof. Dr. Jochen Gehrmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im St. Annastift Ludwigshafen, empfahl die Gesamtschulen, da sie flexibel in der Niveaugestaltung des Unterrichts seien. Eine Walddorfschule sei jedoch nicht immer geeignet, da dort die Klassen sehr groß seien, so die Psychotherapeutin Anita Rebholz, die außerdem eine Verhaltenstherapie für Kinder und ihre Eltern empfahl. Lehrerin Birgit Zachert und der Schulpsychologe Karl Gajewski vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz sprachen sich für eine pragmatische und geduldige Herangehensweise aus. „ Das ist wie ein Mosaik, wir benötigen die einzelnen Steinchen aus Symptomatik, Erfahrungen und persönlichem Hintergrund, um den richtigen Weg für ein Kind zu finden“, so Gajewski.

Die Fragen aus dem Publikum waren meist an der Praxis orientiert. Und auch hier, wie im Film, waren die Antworten nicht eindeutig. Es gibt, so das Fazit, für ADS-Kinder keine Musterlösung, sondern nur einen gemeinsamen Weg, der immer wieder neu gefunden werden muss.

Über den Verein

Capitol Limburgerhof

Der Verein “Kultur im Capitol Limburgerhof e.V.” wurde im Juni 2015 gegründet und im März 2016 ins Vereinsregister eingetragen. Die Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Erhalt und Fortbestand des 1954 erbauten Lichtspiel­theaters Capitol zu unterstützen.

Werden Sie Mitglied und helfen Sie mit, das Capitol als kulturellen Mittel­punkt in Limburgerhof zu erhalten!

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Vereins­nachrichten

Unsere Partner

Capitol Limburgerhof

Leo Ticket